Die Häufigkeit der Bisphosphonat-assoziierten Kiefernekrose kann durch prophylaktische Maßnahmen reduziert werden.

 
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Früherkennung und Beratung bei Bisphosphonattherapie
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Früherkennung und Beratung bei Bisphosphonattherapie

Bisphosphonate sind Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel beeinflussen und den Knochenabbau verlangsamen. Sie werden sowohl zur Behandlung der Osteoporose und anderer gutartiger Knochenerkrankungen als auch bei Patienten mit Knochenmetastasen bösartiger Tumoren eingesetzt.

Bei Patienten mit Osteoporose sinkt durch eine Bisphosphonateinnahme (üblicherweise als Tablette (wöchentlich), z.T. auch mittels Infusionen (3monatlich oder jährlich) die Häufigkeit an Knochenbrüchen.

Bei Patienten mit Krebserkrankungen und Knochenmetastasen werden ebenfalls Bisphosphonate (4wöchentliche Infusionen, höhere Konzentration) eingesetzt, um Schmerzen, das Fortschreiten der Metastasen und die Häufigkeit von Knochenbrüchen zu reduzieren.

Bisphosphonate sind effiziente und sehr wirkungsvolle Medikamente, die die Lebensqualität der betroffenen Patienten in dieser Hinsicht verbessern.

Seit 2003 ist allerdings eine Nebenwirkung von Bisphosphonaten bekannt, die das Gegenteil verursachen kann: die Bisphosphonat-assoziierte Knochennekrose im Kieferbereich. Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch in der Mundhöhle freiliegenden Knochen ohne Abheilungstendenz. Häufig kann es auch nach Zahnentfernungen oder Verletzungen wie z.B. Prothesendruckstellen zu Wundheilungsstörungen kommen, die sich über Wochen hinziehen können. Zusätzlich können weitere Symptome auftreten wie Schmerzen, Entzündungen, Abszesse, Funktionsausfälle von Nerven, Fisteln, Mund-Antrum-Verbindungen (Verbindung von Mund- und Kieferhöhle) bis hin zu Kieferbrüchen. 



 
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