Korrektur von Kieferfehlstellungen (Dysgnathien) | Medizin & Ästhetik München

 

Korrektur von Kieferfehlstellungen (Dysgnathien)

Als Dysgnathie (griechisch: gnathos= Kiefer) wird ein Fehlbiss bezeichnet. Dabei kann das Verhältnis des Ober- und Unterkiefers zueinander oder zum gesamten Gesichtsschädel betroffen sein. Die Ursache ist meistens genetisch oder durch falsche Gewohnheiten bedingt.

 

Auswirkungen von Dysgnathien

Die Ausprägung einer Kieferfehlstellung kann unterschiedlich stark sein und unterschiedliche Beschwerden hervorrufen. Dysgnathien können Fehlbelastungen und Überbelastungen einzelner Zähne bewirken, was zu in einem frühzeitigem Zahnverlust führen kann. Zudem kann sich durch chronische Überbelastung des Kiefergelenks ein Symptomkomplex ausbilden, der sich von leichten Kiefergelenkbeschwerden und Knacken bis hin zu massiven Kopf-, und Rückenschmerzen äußern kann. Bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen ist häufig die Kau- und Abbeissfunktion gestört. 

Auch das Schnarchen kann bei einigen Patienten auf eine Kieferfehlstellung zurückgeführt werden. Bei stärkeren Kieferfehlstellungen kann der Lippenschluss erschwert sein. Daraus resultiert eine vermehrte Mundatmung, die eine verstärkte Anfälligkeit zu Karieserkrankungen nach sich ziehen kann. Karies ist auch häufiger bei Engständen von Zähne zu beobachten, da die Putzsituation erschwert ist. In ausgeprägten Fällen von Dysgnathie kann sogar das Sprechen beeinträchtigt oder die Abbeiß- und die Kaufunktion gestört sein.

 Darüber hinaus beeinflusst die Stellung der Kiefer das Gesichtsprofil und hat somit auch Wirkung auf unsere Mitmenschen. Beispielsweise wird ein vorstehendes oder prominentes Kinn als maskulin wahrgenommen, ein zurückliegender Unterkiefer eher als feminin.

Wichtig ist daher eine genaue Anamnese der Beschwerden und eine gründliche Untersuchung, um die Ursache und die Therapiemöglichkeiten der Kieferfehlstellung richtig einzuschätzen. 

 

Wann muss eine Kieferfehlstellung operiert werden ?

Wenn die Fehlstellung der Kieferknochen ein gewisses Mass überschreitet, so dass es mit der Korrektur der Zahnstellung (z.B. durch eine festsitzende Zahnspange) nicht möglich ist, den Fehlbiss zu korrigieren und eine stabile Situation herzustellen. In diesen Fällen sollte die Möglichkeit einer Kieferumstellungsoperation in Betracht gezogen werden. 

 

Ursache erkennen und behandeln

Es ist wichtig, die Ursache der Kieferfehlbeziehung zu erkennen, damit die Symptome richtig therapiert werden können, wie in unserer spezialisierten Praxis auf Dysgnathien in München. Üblicherweise erfolgt die Beurteilung Ihrer Situation durch verschiedene ärztliche Fachrichtungen, die Sie auch während der Behandlungsphase gemeinsam begleiten. Die Behandlung erfolgt meistens in folgenden Schritten:

 1. Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes von Kieferorthopäden und Kieferchirurgen

2. kieferorthopädische Vorbehandlung

3. Operation

4. kieferorthopädische Nachbehandlung/Feineinstellung

5. gegebenenfalls Entfernung der zur Stabilisierung eingesetzten Titanplättchen

In enger Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden, die Ihre Zahnbogen harmonisch ausformen, wird ein Konzept entworfen, um den Kiefer in eine Position zu bringen, die Funktion und Ästhetik optimiert. Neben einer Regelverzahnung zur Verbesserung der Kaufunktion führt die Operation auch zu Gesichtsprofilveränderungen, die Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst werden sollten. Diese Operationen werden regelmäßig von uns durchgeführt.

 

Operation von Dysgnathien in München

Je nach Situation kann die Operation nur in einem oder in sowohl Ober- und Unterkiefer notwendig sein. Wir erstellen mit Ihnen ein individuelles Konzept. Der Eingriff erfolgt in der Regel im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts zwischen drei bis sieben Tagen.

Die Operation wird unter Vollnarkose von der Mundhöhle aus auf höchstem medizinischen Niveau durchgeführt, sodass nach der Operation keine Narben zu sehen sind (minimal-invasiv). Nach der Mobilisation der Kieferknochen (Osteotomie) können die Kiefer in alle Raumdimensionen bewegt und in die vorher geplante Situation geführt werden. Der Oberkiefer wird hierfür in der LeFort I Ebene mobilisiert (Animationsvideo einer Oberkiefer-OP), der Unterkiefer durch eine sogenannte sagittale Spaltung (Animationsvideo einer Unterkiefer-OP). Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist es häufig notwendig, sowohl den Ober- als auch den Unterkiefer zu operieren (Animationsvideo einer kombinierten Oberkiefer- und Unterkiefer-OP). Die Fixierung der Kiefer erfolgt in der vorgesehenen Position unter Verwendung von biokompatiblen Titanplatten.

In einigen Fällen, besteht die Ursache einer Kieferfehlstellung in einem zu schmalen Oberkiefer. Um den Oberkiefer zu erweitern, muss dieser zunächst durch eine Operation durchgeführt und direkt anschließend der Oberkiefer mit einem einem speziellen kieferorthopädischen Gerät erweitert werden. Dieser Eingriff wird als chirurgische Gaumennahterweiterung (GNE) bezeichnet (Animationsvideo einer Gaumennahterweiterung).

 

Nachbehandlung und Heilung

Nach 10 werden die Fäden in der Mundhöhle entfernt. Die eingesetzten Platten werden nach einem Zeitraum von 9-12 Monaten in einer weiteren Operation entfernt. Dafür müssen die Knochen vollständig verheilt sein. Die Metallentfernung kann entweder ambulant oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts durchgeführt werden. 

Nach der Entlassung folgt die Nachsorge durch uns als Kieferchirurgen sowie durch Ihren behandelnden Kieferorthopäden. Dieser führt im weiteren Verlauf die Feineinstellung der Zähne durch. Unter Umständen kann zudem eine unterstützende, physiotherapeutische Behandlung erfolgen. In unserer Praxis für Dysgnathien in München werden Sie vom Beginn der Behandlungsplanung bis zum Abschluss persönlich durch uns betreut und nachbehandelt.

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für ein individuelles Beratungsgespräch über Dysgnathien in München zur Verfügung, auf Wunsch auch zusammen mit Ihrem Kieferorthopäden.

 

 
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